Alle Artikel mit dem Schlagwort: handke

It is a day turn’d strangely.

Ich lese „Du sollst dein Leben schreiben – die norwegische Gegenwartsliteratur pendelt zwischen Ich-Sezierung und Welterkundung“ und attestiere dem Autor einen Dachzeilenschaden. Ich lache darüber, dass in Dänemark ernsthaft gefragt wurde, ob sich Literatur eigentlich mit etwas anderem beschäftigen darf als mit der Klimakrise. Wenn es stimmt, dass in Schweden manche die Literatur in der Pflicht sehen, aus den „Lesern“ bessere Menschen zu machen, werde ich solange schwedische Hörbücher produzieren, bis auch das letzte noch lesenden Auge von einem Blinden geöffnet wurde. Und in Norwegen? – fragt der Schreiberling und antwortet prompt: Da schreiben die Autoren mit Begeisterung über sich selbst. Unterste Zeile, oder? Immerhin: Ich weiß nun endlich, wo all die wunderbaren Täter, verwüsteten Opfer und kaputte Kriminalisten dieser Welt verbannt werden. Auf dem Spielplatz vor unserem Haus jammert gerade ein Kind. Mir ist langweilig. Im Fernsehen würde sicher nichts laufen. Handke macht Täter zu Opfern. Debatte um den Nobelpreis für Peter Handke. Wer Handke Kriegstreiber nennt, hat ihn nicht richtig gelesen. Kommentar zum Nobelpreis an Peter Handke. Umgang mit Peter Handke: “Dieses krasse …

Peter Hanke. Die Zeit.

Wer groß dichtet, wird groß irren.

kein zögern. kein nachdenken. keine sentimentalitäten. kein erinnern: keine erinnerung. aus dem nebel der vergangenheit in die hauptstadt gespuckt worden. die fotos von früher, aus kiel… bin ich das? und die von davor, aus hamburg, oder gar aus burhave… wie habe ich da meine zeit verbracht? ich sitze hier und schreibe. der regen hat aufgehört, die vögel werden wild, die stadt bereitet sich auf das große spiel vor, das telefon schweigt zum glück und was hinter den grenzen dieser stadt passiert, das weiß ich nicht. ich bin eins mit der geschwindigkeit, der lautstärke, mit der brutalen selbstbehauptung und noch brutaleren selbstenthauptung geworden. wurde von der unaufhörlichen suchbewegung aufgenommen und bin personifizierte rastlosigkeit geworden, hier, in der niemals seienden, sonder zum immerfort werden verdammten stadt. auch die schon hier er- und verlebte zeit kann ich nicht mehr in einheiten aufteilen. was war gestern? letztes jahr? wie hieß die noch? und welche hattest du danach? gab es eine davor? und wo ist dein geld hin und warum hast du schon wieder neues? und warum sind nur die …