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Liebesmaschine

Schluss | Variation Eins

Die Kugel durchschlug meinen Rücken und zerriss mir die schon längst geöffnete Brust. Ich stürzte, lag mit zur Seite verdrehtem Kopf und verbrachte meine letzte Sekunde in unendlichem Staunen über mein Blut, das nur noch eine Farbe unter vielen war. Ich sah es langsam in die Welt hineinfließen und hörte es laut dem Licht entgegenschreien. Ich sah die Maschine vor mir glänzen, fühlte in mir die Erstürmung ihrer Produktion. Die Glut der Öfen durchströmte den Boden und die Wärme ließ mich dämmern und träumen. Alles glühte und die Dichter ließen die Sonne Triumph brüllen. Die Erde, sie rollte und ich fiel von ihr hinunter. Immer weiter – zu den Sternen. Ich ging in den Linien einer Landschaft spazieren, ich war mein eigener Schatten. Und auch die sinkende Sonne konnte an diesen fernen Gedankengängen nichts mehr ändern. Ich reiste durch meine Erinnerungen und du warst bei mir. Dein Haar war silbern wie meins und doch waren wir wieder jung wie damals, als unser Leben begann. Tief in der Zelle meines Herzens trage ich dich als Kleinod …

Das Zusammenkommen.

Ich stand wieder auf

Ob ein Gedanke es wert ist, dass man ihn weiter verfolgt, lässt sich relativ leicht bemessen. Der, der mich heute morgen wie ein Schuss aus dem Hinterhalt überfiel, ließ mich sofort wieder aufstehen, denn es brauchte zumindest diesen einen ersten Satz. Ich ging zurück in mein Zimmer und zog elf Bücher aus dem Regal. Ein Buch, ein Griff, kein Zweifel. Nun liegen sie nebeneinander auf der Kommode, kein Werk zu viel, kein Werk zu wenig. Eine Sammlung, bestehend aus den aufrichtigsten und mir treusten Begleitern. Wofür das alles frag ich mich nicht. Denn als sie mir sagte, ich also weiß, dass sie mir dabei helfen wird, das zu erzählen, was erzählt werden muss, war an Schlaf nicht mehr zu denken. Denn es brauchte zumindest diesen einen ersten Satz für eine Erzählung, in der es hauptsächlich um das letzte Wort gehen wird.