Alle Artikel mit dem Schlagwort: gestaltung

verstörend schöner weiblicher akt in rot

Ende Neu.

Nachdem ich eine Erzählung beendet, oder zumindest einen Punkt erreicht habe, der mir das Gefühl eines geglückten Arbeitstages gibt, erwächst in mir eine Leere wie nur irgendwas. Ich lege diese – egal ob es die abgeschlossenen oder die auf einen guten Weg gebrachten Texte sind – zur Seite und verabschiede mich für ein paar Stunden von ihnen, manchmal auch für ein paar Jahre. Hat man sich einmal für diesen Beruf entschlossen… nein: Hat der Beruf sich für dich entschlossen, weißt du, wie viel Zeit und Ruhe eine Erzählung braucht, die während deiner Abwesenheit über dich richten wird. Du gehst raus auf die Straße, arrangierst dich mit dem beginnenden Winter und suchst einen Ort auf, der seit fast 40 Jahren ununterbrochen die Art von Menschen beherbergt, die deiner Kunst zu Fressen geben. Du bestellst ein Bier und schon beim ersten Schluck wirst du ungeduldig und fragst dich, ob du nicht doch eher so etwas wie ein Fertig- als ein Schriftsteller bist. So auch bei diesem kurzem Text, begonnen um 6 Uhr nach einem Spaziergang. Ich hatte …

Liebesmaschine

Schluss | Variation Eins

Die Kugel durchschlug meinen Rücken und zerriss mir die schon längst geöffnete Brust. Ich stürzte, lag mit zur Seite verdrehtem Kopf und verbrachte meine letzte Sekunde in unendlichem Staunen über mein Blut, das nur noch eine Farbe unter vielen war. Ich sah es langsam in die Welt hineinfließen und hörte es laut dem Licht entgegenschreien. Ich sah die Maschine vor mir glänzen, fühlte in mir die Erstürmung ihrer Produktion. Die Glut der Öfen durchströmte den Boden und die Wärme ließ mich dämmern und träumen. Alles glühte und die Dichter ließen die Sonne Triumph brüllen. Die Erde, sie rollte und ich fiel von ihr hinunter. Immer weiter – zu den Sternen. Ich ging in den Linien einer Landschaft spazieren, ich war mein eigener Schatten. Und auch die sinkende Sonne konnte an diesen fernen Gedankengängen nichts mehr ändern. Ich reiste durch meine Erinnerungen und du warst bei mir. Dein Haar war silbern wie meins und doch waren wir wieder jung wie damals, als unser Leben begann. Tief in der Zelle meines Herzens trage ich dich als Kleinod …