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verstörend schöner weiblicher akt in rot

Ende Neu.

Nachdem ich eine Erzählung beendet, oder zumindest einen Punkt erreicht habe, der mir das Gefühl eines geglückten Arbeitstages gibt, erwächst in mir eine Leere wie nur irgendwas. Ich lege diese – egal ob es die abgeschlossenen oder die auf einen guten Weg gebrachten Texte sind – zur Seite und verabschiede mich für ein paar Stunden von ihnen, manchmal auch für ein paar Jahre. Hat man sich einmal für diesen Beruf entschlossen… nein: Hat der Beruf sich für dich entschlossen, weißt du, wie viel Zeit und Ruhe eine Erzählung braucht, die während deiner Abwesenheit über dich richten wird. Du gehst raus auf die Straße, arrangierst dich mit dem beginnenden Winter und suchst einen Ort auf, der seit fast 40 Jahren ununterbrochen die Art von Menschen beherbergt, die deiner Kunst zu Fressen geben. Du bestellst ein Bier und schon beim ersten Schluck wirst du ungeduldig und fragst dich, ob du nicht doch eher so etwas wie ein Fertig- als ein Schriftsteller bist. So auch bei diesem kurzem Text, begonnen um 6 Uhr nach einem Spaziergang. Ich hatte …

Das Zusammenkommen.

Ich stand wieder auf

Ob ein Gedanke es wert ist, dass man ihn weiter verfolgt, lässt sich relativ leicht bemessen. Der, der mich heute morgen wie ein Schuss aus dem Hinterhalt überfiel, ließ mich sofort wieder aufstehen, denn es brauchte zumindest diesen einen ersten Satz. Ich ging zurück in mein Zimmer und zog elf Bücher aus dem Regal. Ein Buch, ein Griff, kein Zweifel. Nun liegen sie nebeneinander auf der Kommode, kein Werk zu viel, kein Werk zu wenig. Eine Sammlung, bestehend aus den aufrichtigsten und mir treusten Begleitern. Wofür das alles frag ich mich nicht. Denn als sie mir sagte, ich also weiß, dass sie mir dabei helfen wird, das zu erzählen, was erzählt werden muss, war an Schlaf nicht mehr zu denken. Denn es brauchte zumindest diesen einen ersten Satz für eine Erzählung, in der es hauptsächlich um das letzte Wort gehen wird.